Geschichte

Geschichte und Entstehung von Meerfeld

Am Fuße des Mosenberges liegt ein kreisrunder Talkessel, welcher vor vielen tausend Jahren durch eine Explosion entstanden ist. Er liegt 324 m über dem Meeresspiegel und ist ca. einen Quadratkilometer groß. Der Überlieferung nach siedelten sich hier schon recht früh ein Fischer, ein Jäger und ein Gerber an. Ihre Häuser errichteten sie am Westhang des Kessels. So entstand langsam ein kleiner Ort, der sich Maarfelden nannte.

Um 1138 wird Meerfeld erstmals urkundlich erwähnt und bereits 1280 soll Meerfeld einen eigenen Geistlichen besessen haben. Urkunden aus dem 13./14. Jahrhundert berichten weiter, daß in Meerfeld eine Burg gestanden haben soll, die dem Rittergeschlecht Mervelt gehörte. Die Landwirtschaft, die Fischerei und zwei kleine Erzbergwerke waren die wirtschaftliche Grundlage dieser Zeit. Das Erz wurde in Stollen abgebaut, die zum Teil heute noch zu sehen sind. Auf Ochsenkarren transportierte man das Erzgestein zu der Korneshütte, die oberhalb von Eisenschmitt am Salmbach lag.

In dieser Verhüttungsanlage, angetrieben durch ein Wasserrad, wurde aus dem erzhaltigem Gestein Eisen gewonnen. Die hierfür erforderliche Holzkohle brannten Köhler im 540 ha großen Meerfelder Gemeindewald. Im Laufe der Jahrhunderte wurde aus den ersten Ansiedlungen ein kleiner Ort. Bevor man sich im Jahre 1777 zum Bau unserer heutigen Pfarrkirche entschloß, hatte Meerfeld eine kleine Kapelle.

Durch eine List wurden die Glocken in der Zeit der Befreiungskriege der Beschlagnahmung durch die französische Armee entzogen: man vergrub die Glocken in der Zehntscheune und setzte auf die entsprechende Stelle noch einen Misthaufen. So suchten die französischen Soldaten vergebens. Dieser Zusammenhalt in der Gemeinde hat die Glocken vor dem Abtransport durch die Franzosen bewahrt. 

Die Zehntscheune diente der Lagerung jedes zehnten Teils, den jeder Landwirt von all seinen Erträgen an den Grafen von Bourtscheid zu leisten verpflichtet war. Jedoch von einigen Feldern der Gemarkung Meerfeld wurde nicht an den Grafen, sondern an das Kloster Himmerod abgeleistet. Das Kloster Himmerod hatte diese Ländereien durch Schenkungen erhalten.Durch die Säkularisation fielen sie wieder an die Gemeinde zurück. An das Kloster als ehemaliger Besitzer erinnert heute noch der Flurname "Himmeroder Land".